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Mikrokonzert #13 – Nordlichter
Veranstaltet von: Humboldt Forum
Ort: Humboldt Forum im Berliner Schloss, Schloßplatz 1, Berlin - Mitte
Über die Veranstaltung
[English below] Nordlichter – Mikrokonzert #13 des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin
Im Einklang mit der Wintersaison bringt das Mikrokonzert im Dezember Musik von nordischen Komponisten in den Dialog mit Kulturen, die sich als nördlich definieren oder definiert werden – den Kwakwakaʼwakw aus Vancouver Island im Nordwesten Kanadas und den buddhistischen Handelsreisenden auf der nördlichen Seidenstrasse, die durch die Taklamakan-Wüste führt.
Der finnische Komponist Einojuani Rautavaara (1928-2016) wurde in jener Zeit geboren, als sein Landsmann und Vorbild Jean Sibelius endgültig aufhörte zu komponieren. Rautavaaras erstes Streichquartett (1953) verrät sein Interesse am Neoklassizismus. Ein an Strawinsky erinnerndes Idiom und die finnische Volksmusik gehen eine spannende Verbindung ein. Doch auch slawische Romantik war dem Finnen nicht fremd, ebensowenig eine pfeffrige italienische Gigue am Ende.
Mit ähnlich heiterem Gestus hatte um 1890 der Norweger Edvard Grieg (1843-1907) seinem eher grüblerischen ersten Streichquartett g-Moll eine „leichte und frohe Schwester“ in F-Dur an die Seite gestellt. Doch das helle, serenadenartige Werk sollte nur zweisätzig bleiben. Trotz mehrerer Anläufe kam Edvard Grieg nicht dazu, das lohnende Fragment zu beenden.
Weitere Informationen: https://kurzlinks.de/a4uc
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[EN] Northern Lights – Micro Concert #13 of the Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin
In keeping with the winter season, December’s micro-concert brings music by Nordic composers into dialogue with cultures that define themselves or are defined as northern – the Kwakwakaʼwakw of Vancouver Island in north-western Canada and the Buddhist traders on the northern Silk Road that runs through the Taklamakan Desert.
Finnish composer Einojuani Rautavaara (1928-2016) was born at a time when his compatriot and role model Jean Sibelius finally stopped composing. Rautavaara’s first string quartet (1953) reveals his interest in neoclassicism. An idiom reminiscent of Stravinsky and Finnish folk music form an exciting combination. But Slavic Romanticism was no stranger to the Finn, nor was a peppery Italian gigue at the end.
With a similarly cheerful gesture, around 1890 the Norwegian Edvard Grieg (1843-1907) started adding a ‘light and joyful sister’ in F major to his rather brooding first string quartet in G minor. But the bright, serenade-like work was to remain only two movements long. Despite several attempts, Edvard Grieg never got around to finishing the promising fragment.
More information: https://kurzlinks.de/v6en
Picture credits: Bild 1 © Álvaro Valiño
Im Einklang mit der Wintersaison bringt das Mikrokonzert im Dezember Musik von nordischen Komponisten in den Dialog mit Kulturen, die sich als nördlich definieren oder definiert werden – den Kwakwakaʼwakw aus Vancouver Island im Nordwesten Kanadas und den buddhistischen Handelsreisenden auf der nördlichen Seidenstrasse, die durch die Taklamakan-Wüste führt.
Der finnische Komponist Einojuani Rautavaara (1928-2016) wurde in jener Zeit geboren, als sein Landsmann und Vorbild Jean Sibelius endgültig aufhörte zu komponieren. Rautavaaras erstes Streichquartett (1953) verrät sein Interesse am Neoklassizismus. Ein an Strawinsky erinnerndes Idiom und die finnische Volksmusik gehen eine spannende Verbindung ein. Doch auch slawische Romantik war dem Finnen nicht fremd, ebensowenig eine pfeffrige italienische Gigue am Ende.
Mit ähnlich heiterem Gestus hatte um 1890 der Norweger Edvard Grieg (1843-1907) seinem eher grüblerischen ersten Streichquartett g-Moll eine „leichte und frohe Schwester“ in F-Dur an die Seite gestellt. Doch das helle, serenadenartige Werk sollte nur zweisätzig bleiben. Trotz mehrerer Anläufe kam Edvard Grieg nicht dazu, das lohnende Fragment zu beenden.
Weitere Informationen: https://kurzlinks.de/a4uc
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[EN] Northern Lights – Micro Concert #13 of the Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin
In keeping with the winter season, December’s micro-concert brings music by Nordic composers into dialogue with cultures that define themselves or are defined as northern – the Kwakwakaʼwakw of Vancouver Island in north-western Canada and the Buddhist traders on the northern Silk Road that runs through the Taklamakan Desert.
Finnish composer Einojuani Rautavaara (1928-2016) was born at a time when his compatriot and role model Jean Sibelius finally stopped composing. Rautavaara’s first string quartet (1953) reveals his interest in neoclassicism. An idiom reminiscent of Stravinsky and Finnish folk music form an exciting combination. But Slavic Romanticism was no stranger to the Finn, nor was a peppery Italian gigue at the end.
With a similarly cheerful gesture, around 1890 the Norwegian Edvard Grieg (1843-1907) started adding a ‘light and joyful sister’ in F major to his rather brooding first string quartet in G minor. But the bright, serenade-like work was to remain only two movements long. Despite several attempts, Edvard Grieg never got around to finishing the promising fragment.
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Picture credits: Bild 1 © Álvaro Valiño
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