Diese Veranstaltung ist beendet!
Rezidence Café Kaprál ⟨PAVEL ŠUHÁJEK: VČELY VYROBENÉ Z TMY⟩
Residence Café Kaprál ⟨PAVEL SUHÁJEK: BIENEN AUS DER DUNKELHEIT⟩
Veranstaltet von: Rezidence Café Kaprál, Větrné mlýny
Ort: KUMST, Údolní 495/19, Brno-střed
Art Exhibitions
Über die Veranstaltung
Bienen aus Dunkelheit
Eröffnung des Gedichtbandes von Pavel Šuhájek
„Ich habe Angst, nach dem Tod allein zu sein“, schreibt der Autor im letzten Text dieser Sammlung. Es ist einer der kraftvollsten Verse, die ich je gelesen habe. Pavel schreibt und denkt, wie es sich für einen Dichter gehört: in Bildern voller Emotionen, nicht in Proklamationen. Ich spüre die Spontaneität und Entspannung seiner Rede, die auf die Bewegung des Lebens und der Welt reagiert. Er kann auf den entscheidenden Moment warten: Er schreibt erst, nachdem er tiefe Emotionen, Wut oder Erleuchtung erlebt hat. Er hat keine Angst davor, seine innere Stimme in dem Moment aufzuzeichnen, in dem es zu einem Frontalzusammenstoß mit der Realität kommt. Diese Gedichte sind Röntgenbilder intensiver Gefühle und wechselnder Geisteszustände. In einer visionären Zusammenfassung erzählen sie eine Wahrheit über die Welt, die überzeugender ist als jede journalistische Reportage. Rimbaud sagte, der Dichter sei ein Seher, aber es ist möglich, dass diese Maxime heute wie eine abgedroschene Phrase klingt. Aber wenn ich die Gedichte von Pavel Šuhájek lese, habe ich das Gefühl, dass ich diesen „Zustand“ oder vielleicht „Prozess“ in der Praxis sehe. Seine Gedichte bringen mich plötzlich wieder ins Bewusstsein der grundlegenden Qualitäten, die Poesie im Überfluss haben sollte. Für Fantasie und inneres Erleben: „Der Obus ist gefüllt / zunehmend / mit tierischer Hitze / leuchtend / mit Werbeschildern und den Geistern noch lebender Menschen / auf einem körnigen Bild“. (aus dem Nachwort von Jakub Řehák)
Gastgeber ist Petr Čermák.
Eröffnung des Gedichtbandes von Pavel Šuhájek
„Ich habe Angst, nach dem Tod allein zu sein“, schreibt der Autor im letzten Text dieser Sammlung. Es ist einer der kraftvollsten Verse, die ich je gelesen habe. Pavel schreibt und denkt, wie es sich für einen Dichter gehört: in Bildern voller Emotionen, nicht in Proklamationen. Ich spüre die Spontaneität und Entspannung seiner Rede, die auf die Bewegung des Lebens und der Welt reagiert. Er kann auf den entscheidenden Moment warten: Er schreibt erst, nachdem er tiefe Emotionen, Wut oder Erleuchtung erlebt hat. Er hat keine Angst davor, seine innere Stimme in dem Moment aufzuzeichnen, in dem es zu einem Frontalzusammenstoß mit der Realität kommt. Diese Gedichte sind Röntgenbilder intensiver Gefühle und wechselnder Geisteszustände. In einer visionären Zusammenfassung erzählen sie eine Wahrheit über die Welt, die überzeugender ist als jede journalistische Reportage. Rimbaud sagte, der Dichter sei ein Seher, aber es ist möglich, dass diese Maxime heute wie eine abgedroschene Phrase klingt. Aber wenn ich die Gedichte von Pavel Šuhájek lese, habe ich das Gefühl, dass ich diesen „Zustand“ oder vielleicht „Prozess“ in der Praxis sehe. Seine Gedichte bringen mich plötzlich wieder ins Bewusstsein der grundlegenden Qualitäten, die Poesie im Überfluss haben sollte. Für Fantasie und inneres Erleben: „Der Obus ist gefüllt / zunehmend / mit tierischer Hitze / leuchtend / mit Werbeschildern und den Geistern noch lebender Menschen / auf einem körnigen Bild“. (aus dem Nachwort von Jakub Řehák)
Gastgeber ist Petr Čermák.