STARS VON MORGEN - Davide Scarabottolo 13.12.2025

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STARS VON MORGEN - Davide Scarabottolo 13.12.2025

Veranstaltet von: Verein "Orchesterwelt"

Ort: Roter Salon der OESTIG LSG, Wipplingerstraße 20, Wien - Innere Stadt

Konzerte

Über die Veranstaltung

Der italienische Pianist spielt Werke von Beethoven, Chopin, Liszt, Wanke, Stravinsky.

Eintritt: freie Spende.

Anmeldung erforderlich!


Die 50. Folge der Serie Stars von Morgen im ersten Bezirk präsentiert mit dem 24-jährigen Italiener DAVIDE SCARABOTTOLO einen nervenstarken Pianisten, der von Romantik über Expression bis zu intellektuellem Anspruch alles zu interpretieren versteht. Seine Komponisten-Auswahl des Abends zeugt für Stilbewusstsein und Gestaltungswillen, wobei die Stücke durchgehend lautmalerisch sind. Es beginnt mit BEETHOVENs dreisätziger Sonate Nr. 21 op. 53, mit Untertitel „Waldstein“, dem Förderer Beethovens, aus dem Jahr 1804. Im Sinne der Wiener Klassik streng in der Form, kristallklar in Ton und Struktur, sind der erste und dritte Satz vom Klavier orchestral klangvoll zu spielen, wobei Anspruch, Umfang und Virtuosität des Werks herausfordernd komplex sind.

Eine lyrische Nachtmusik von 5 Minuten mit langsamem Hauptthema, wobei die Melodie in Variationen einmal mit der rechten, dann mit der linken Hand gespielt wird, folgt darauf mit Nocturne Op. 55 n.1 in f-moll von 1844 von CHOPIN, dessen 15. Komposition in diesem Genre. Aus dem Jahr 1846 stammt dagegen CHOPINs Barcarolle Fis-Dur op. 60, die durch ihren 12/8-Takt an das Wogen des Wassers bei einer Bootsfahrt erinnert, aber Chopin-typischen, „erzählerischen“ Charakter hat.

FRANZ LISZT verfasste mit seinen Études d’exécution transcendante (dt. Etüden von übernatürlicher Ausführung) 1852 die dritte Version seiner zwölf Klavieretüden, wovon er die erste 1826 entworfen hatte. SCARABOTTOLO wird davon die Nr. 12 mit Titel „Chasse-neige“ in b-moll in elegisch depressives Schneetreiben verwandeln – wobei LISZT den Vertretern der Romantik zu dieser Zeit interessanter Weise trotz des Titels zu intellektuell erschien.

Damit ist der Übergang perfekt zum in Österreich lebenden Tschechen OTTO WANKE (geb. 1989) und dessen zeitgenössischem Werk von 5,30 Minuten „Aer“.

Den krönenden Abschluss bildet schließlich die schnelle Klavierversion von IGOR STRAVINSKYs temperamentvoll fantasievollem „Feuer-Werk“ aus dem Jahr 1919, das dreiteilige Ballett L´Oiseau de feu, arrangiert von G. AGOSTI, worin das russische Volksmärchen „Der Feuervogel“ verarbeitet wird. Darin hilft der magische Vogel einem Prinzen in dramatischer Ausdrucksweise und mit entrücktem Wiegenlied im Mittelteil bei der Befreiung seiner großen Liebe unter dreizehn Jungfrauen von einem bösen Zauberer. – Ein Highlight ist damit sicher! (text: Elfi Oberhuber)


Programm:

L.v. Beethoven: Sonata no.21 op.53 "Waldstein" (1804)
Allegro con brio
Introduzione: Adagio Molto
Rondò: Allegretto grazioso

F. Chopin: Nocturne Op.55 n.1 in F Minor (1842-44)
Barcarolle Op.60 (1846)

F. Liszt: Transcendental Étude no.12 "Chasse-neige" (1852)

Otto Wanke: "Aer" (2018)

I. Stravinsky / G. Agosti: L'Oiseau de feu (1919):
Danse infernale
Berceuse
Finale

Davide Scarabottolo, 2001 in Padua (Italien) geboren, ab sechs Jahren Klavierstudium bei Giacomo Dalla Libera bis zum Klavierrepertoire für vier Hände. Danach Klavierstudium bei Massimo De Ascaniis und Lorella Ruffin Armellini am Conservatory C. Pollini in Padua, Abschluss mit Auszeichnung. Weitere Verfeinerung an der Internationalen Klavierakademie Imola „Incontri con il Maestro“ bei Leonid Margarius, Alessandro Taverna und Ingrid Fliter. Schließlich Studium bei Lilya Zilberstein an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Zahlreiche nationale und internationale Stipendien und Preise. Solist in Kammermusikensembles oder mit Orchester in verschiedenen Konzertsälen in und außerhalb Italiens.

Otto Wanke wurde 1987 in Tschechien geboren. Er ist Komponistin und Musikforscher, lebend in Wien. Seine Musikausbildung bekam er zunächst in Prag und absolvierte sie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo er später auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Ethnomusikologie tätig war. Seit 2020 unterrichtet er elektroakustische Komposition und Multimedia an der Janáček-Akademie für Musik und darstellende Kunst in Brünn.
Otto Wanke ist Laureat mehrerer internationaler Auszeichnungen, seine Musik erklingt in mehreren Ländern der Welt.
Neben seiner kompositorischen Tätigkeit tritt der Künstler als Interpret elektroakustischer Musik sowohl solistisch als auch in einer Zusammenarbeit mit anderen Musikern auf.

Ursprüngliche Veranstaltungsquelle

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