STIMMEN ZUR ZEIT

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STIMMEN ZUR ZEIT

Veranstaltet von: Tor218, Westend Verlag

Ort: Galerie & Bar Tor218 Artlab, Torstraße 218, Berlin - Mitte

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Vorträge & Diskussionen

Über die Veranstaltung

Eine Veranstaltungsreihe von Westend Verlag, Edition W und Tor218 Artlab
Die Gesprächsreihe Stimmen zur Zeit bringt Autorinnen und Autoren ins Tor218 Artlab.

Patrik Baab – Auf beiden Seiten der Front
ist ein deutscher Journalist und Autor. Er recherchierte u. a. zu Geheimdiensten und politischen Morden, zum Krieg in der Ukraine, über Russland und zu geopolitischen Fragen.
Er hat u. a. in Osteuropa und Russland, Skandinavien, in der Ukraine, auf dem Balkan und im vereinten Königreich gearbeitet.

Patrik Baab – Auf beiden Seiten der Front
Lesung & Gespräch mit Patrik Baab
Der Journalist und Autor Patrik Baab, lange für den NDR tätig, stellt am Dienstag, 23. September 2025, um 19:30 Uhr in der Galerie & Bar tor218 Artlab (Torstraße 218, Berlin-Mitte) sein aktuelles Buch vor.

Baab berichtet darin von seinen Recherchen in der Ukraine – zunächst im Westen kurz vor Kriegsbeginn, später im Osten nach dem russischen Einmarsch. Sein Anspruch: journalistisch „beide Seiten zu hören“ und dabei auch die Schicksale von Bauern, Soldaten, Wanderarbeitern und Zivilisten sichtbar zu machen. In seinem Werk spannt er den Bogen vom Maidan 2014 über den Krieg im Donbass bis hin zu dem, was er als Stellvertreterkrieg zwischen Russland und der NATO beschreibt.
Gerade diese Deutungen haben allerdings für heftige Kritik gesorgt, dass zentrale Aussagen Baabs nicht vom Forschungsstand gedeckt seien. So sei der Maidan 2013/14 keine Putschbewegung, sondern eine demokratische Revolte gewesen; der Krieg im Donbass habe mit russischen Interventionen begonnen; und die Kriegsziele des Kremls verfolgten eine eigene Logik, unabhängig von NATO-Handeln. Mehrere Städte und Institutionen haben Veranstaltungen mit Baab deshalb kontrovers diskutiert oder abgesagt – während er selbst von einer Medienkampagne gegen seine Person spricht und das Urteil zu seinem verlorenen und wiedererstrittenen Lehrauftrag an der Uni Kiel als Stärkung der Pressefreiheit deutet.
Zwischen diesen Polen – kritischer Forschung und strittiger journalistischer Einordnung – bewegt sich die Debatte. Die Lesung in Berlin bietet die Gelegenheit, sich unmittelbar mit dem Autor auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen und im direkten Gespräch die Spannungsfelder von Berichterstattung, Interpretation und wissenschaftlicher Kritik auszuloten.
Hinweis: Anmeldung erforderlich.


Ursprüngliche Veranstaltungsquelle

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