taz Salon: Der Jugendhilfeskandal um die Haasenburg

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taz Salon: Der Jugendhilfeskandal um die Haasenburg

Veranstaltet von: taz

Ort: TAZ-Kantine: Restaurant und Bar, Friedrichstraße 21, Berlin - Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

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Über die Veranstaltung

2013 wurden drei Haasenburg-Heime wegen drangsalierender Erziehungspraktiken geschlossen. Nun schildern ehemalige Heimkinder ihre Sicht in einem Buch und machen ihre Geschichten öffentlich.
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Veranstaltungsinformationen:

Wann: Di., 2.12.2025, 19 Uhr

Einlass: ab 18.30 Uhr

Wo: taz Kantine
Friedrichstr. 21
10969 Berlin

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich

Der Zugang zur Veranstaltung ist barrierefrei.

Mehr Infos unter: https://taz.de/!vn6126644/

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Im Buch „Jenseits des Kindeswohls“ erzählen 14 junge Menschen von ihrer Zeit in der „Haasenburg“. So hießen drei geschlossene Heime in Brandenburg, in die Jugendämter Kinder aus ganz Deutschland schickten. Brandenburgs Jugendministerin ließ die Einrichtung 2013 wegen drangsalierender Erziehungspraktiken schließen. Die taz begleitet den Skandal seit 2012.

Erstaunliche zehn Jahre später, als die Erinnerungen an den Skandal verblasst waren, entschied das Verwaltungsgericht Cottbus, dass die Schließung rechtswidrig war. Doch die Richter hatten sich in ihrem Urteil maßgeblich auf Akten der Heimfirma aus jüngster Zeit gestützt, als die Einrichtung längst unter öffentlicher Beobachtung stand. Die Sicht der betroffenen Heiminsassen spielte dabei keine Rolle.

In dieser Angelegenheit sollte aber noch nicht das letzte Wort gesprochen sein, dachten sich der Sozialwissenschaftler Michael Lindenberg und die taz-Redakteurin Kaija Kutter. Beide hatten im Lauf der Jahre mit vielen ehemaligen Bewohner:innen gesprochen, die den Wunsch äußerten, ihre Heim-Geschichte öffentlich zu machen – gegen das Vergessenwerden.

Daraus wurde nun ein gemeinsames Buch, über 300 Seiten stark, auf denen 14 ehemalige Haasenburg-Kinder ihren Leidensweg schildern: Wie sie ins Heim kamen, was davor passiert war, wie sie sich zu wehren versuchten, wie das Leben danach weiterging.

Die anhand eines Leitfadens entstandenen Protokolle, bebildert mit Zeichnungen von Imke Staats, sollen eine mahnende Erinnerung an diesen bisher größten Jugendhilfe-Skandal der Nach-Wendezeit sein. Und weil sich in geschlossenen Heimen bestimmte Muster wiederholen, werden sie ergänzt durch zwei Berichte aus Heimen der BRD und der DDR in den 1960er- und 1970er-Jahren.

Bei dieser Veranstaltung werden neben den Buch-Autor:innen auch ehemalige Bewohnerinnen aus ihren Kapiteln vorlesen. Das Buch „Jenseits des Kindeswohls: Junge Menschen aus den Haasenburg-Heimen erzählen” ist im IGfH-Fachverlag erschienen.

Ein taz Salon mit diesen Gästen:

Dominik G., ehemaliger Haasenburg-Bewohner eines Haasenburg-Heims

Kaija Kutter, taz-Redakteurin und Autorin des Buchs

Michelle L., ehemalige Haasenburg-Bewohnerin

Michael Lindenberg, Sozialwissenschaftler und Autor des Buchs

taz nord-Redaktionsleiter Jan Kahlcke moderiert diesen Salon.

Fotocredit: Imke Staats

Ursprüngliche Veranstaltungsquelle

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