Teekunst & Qin-Musik, kulturelle Verfeinerungen

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Teekunst & Qin-Musik, kulturelle Verfeinerungen

Veranstaltet von: Lilia Keller, Wolfgang Schwabe

Ort: Berliner Salon für chinesische Kultur, Feilnerstraße 10, Berlin - Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

Vorträge & Diskussionen

Über die Veranstaltung

Ein Nachmittag mit Tee aus Taiwan, zubereitet auf die traditionellen Gongfu Cha Weise und ergänzt durch musikalische Darbietungen auf der chinesischen Zither Guqin.
Es werden Tees aus verschiedenen Anbaugebieten in Taiwan serviert.

Zur Fortführung kultureller Traditionen gehört auch das Verfeinern von Überliefertem. In der Musik geschieht dies durch genauere Notationen und individuelle Interpretationen, im Teeanbau durch verfeinerte Arbeitsprozesse und eine Ausdifferenzierung des Geschmacksspektrums.

/// Neue Teesorten, verfeinerter Geschmack ///
In Taiwan werden kontinuierlich neue Teekultivare entwickelt. Drei besonders erfolgreiche sollen dieses Mal vorgestellt werden.
::: Grüne Jade Tee (CuiYu) ging in den 80iger Jahren aus der Kreuzung zweier indigener taiwanesischer Teeplanzen hervor (Yingzhi hongxin und Tainong Nr.80). Sein besonders duftiges Aroma kommt bei der von Teebauern in Pinling als Baozhong Tee verarbeiteten Variante besonders gut zur Geltung.
::: „Black Ruby“ (Hongyu) Schwarztee wurde 1999 im Yuchi Landkreis am Sonne-Mond See in Mitteltaiwan entwickelt. Großblättriger Tee aus Burma wurde mit wildem Tee aus Taiwan gekreuzt. Sein Geschmack setzt sich deutlich von allen anderen schwarzen Teesorten ab. Besonders edel ist die Sommerernte.
::: Hongyun Schwarztee wurde 2008 durch die Kreuzung einer chinesischen und einer indischen Teepflanze entwickelt. Schwer anzubauen, fällt die jährliche Ernte sehr gering aus. Entsprechend selten ist er außerhalb von Taiwan zu finden.

/// Alte Melodien, zu neuem Leben erweckt ///
In der Qin-Musik wird seit jeher Geistesgeschichte verfeinert.
::: Die „Melodie des König Wen“ wird dem 1000 v. Chr. lebenden König Wen zugeschrieben, niedergeschrieben wurde sie im 15. Jahrhundert; im 20. Jahrhundert bearbeitete sie der Qinmeister Chen Gongliang. Heute spielt ZHANG Wuai ihre Interpretation dieses Stückes.
::: Das „Lied des Fischers“ zelebriert das einfache Leben in der Natur, Sehnsuchtsort so vieler chinesischer Literati. Es geht auf den Songzeitlichen Komponisten Mao Mingzhong zurück und handelt von seinem eigenen Rückzug aus der Gesellschaft. Im 20. Jahrhundert versuchten sich namhafte Interpreten wie ZHA Fuxi und WU Zhaoji an diesem Stück. Die Interpretation von Wolfgang Schwabe geht auf die Bearbeitung von GE Hancong zurück.

Kosten: 25€/ erm. 20€

https://liliakeller.de/2025/11/03/teekunst-qin-musik-kulturelle-verfeinerungen/

Ursprüngliche Veranstaltungsquelle

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