Diese Veranstaltung ist beendet!
Ulrike Schwarz’ NoTopicTrio (Jazz)
Veranstaltet von: Heiko Lehmann
Ort: Alter Schwede, Schwedenstraße 11A, Berlin - Mitte
Über die Veranstaltung
"Am 25.2.2025 hörte ich das „Ulrike Schwarz‘ No Topic – Trio“ mit Ulrike Schwarz (as/fl), Uwe Oberg (p), SteDen Roth (dr) im Berliner Kühlspot Social Club und war begeistert.
Ulrike Schwarz‘ No Topic-TrioUlrike Schwarz und Uwe Oberg arbeiten schon länger zusammen und haben mit dem jungen SteDen Roth einen kongenialen Partner für ihre Improvisationen gefunden und bei diesem Konzert zum ersten Mal zusammengespielt.
Schon das erste Stück überzeugt mit monkischem Klavierspiel, repetitiven Motiven des Saxofons, dichtem, intensivem - dabei aber transparentem - Zusammenspiel und farbenreichem Schlagzeugspiel: spannende 13 Minuten. Und es geht weiter: Ulrike Schwarz überzeugt mit eigenständigem, eigensinnigem Spiel. Sie nutzt neue Spieltechniken nicht zum Selbstzweck, sondern als Erweiterung ihrer musikalischen Ausdrucksmittel. Uwe Oberg legt impressionistische Klangflächen zu ihren zarten Slaps und den gestrichenen Becken von SteDen Roth. Einfache Ideen kombiniert mit komplexem Zusammenspiel – es darf auch mal harmonisch werden. Schöne Melodien sind nicht tabu, werden aber mit Clustern auf dem Klavier kontrastiert und sensibel mit dem Besen auf dem Schlagzeug bis in intensivste Höhen gepuscht. Der Pianist sprüht nur so vor Ideen - harmonisch betörend und verstörend, der Schlagzeuger holt mit ausdfferenzierten filigrane Klanggebilden alles aus dem Set heraus und weitet den Raum mit Time und Druck.
Auf der Querflöte zeigt sich die klassische Ausbildung von Ulrike Schwarz in den klanglich reichen Möglichkeiten, die sie expressiv – auch in ihrem Flötensolo – als von eigener Neugier getriebene Exploration des Instruments nutzt. Besonders beeindruckt mich im vorletzten Stück die Kombination ihrer Stimme mit dem gleichzeitigen Saxofonspiel, die ich so nie zuvor von jemandem gehört habe.
Das Trio überzeugt mit musikalischer Interaktion - geprägt von gegenseitiger Neugier und spielerischer Freude an Überraschungen – und kammermusikalischem Zusammenspiel,
bei dem melodische Versatzstücke hin- und hergeworfen werden. Modale und atonale Phasen werden freimetrisch durch variierende Energieniveaus und Dichtegrade gestaltet - ruhige, beinah meditative Phasen wechseln mit Momenten roher Wildheit.
Ein echtes Begegnungsinteresse: das Trio eröDnet Räume, die dazu einladen, sich den eigenen Visionen und Träumen zu stellen – ihr Zusammenspiel ist vom ersten bis zum letzten Moment spannend!"
Christof Griese, Musiker / Vorstandsmitglied „Jazzkeller 69 e.V.“ Berlin
Foto: Thomas Maximilian Jauk
Ulrike Schwarz‘ No Topic-TrioUlrike Schwarz und Uwe Oberg arbeiten schon länger zusammen und haben mit dem jungen SteDen Roth einen kongenialen Partner für ihre Improvisationen gefunden und bei diesem Konzert zum ersten Mal zusammengespielt.
Schon das erste Stück überzeugt mit monkischem Klavierspiel, repetitiven Motiven des Saxofons, dichtem, intensivem - dabei aber transparentem - Zusammenspiel und farbenreichem Schlagzeugspiel: spannende 13 Minuten. Und es geht weiter: Ulrike Schwarz überzeugt mit eigenständigem, eigensinnigem Spiel. Sie nutzt neue Spieltechniken nicht zum Selbstzweck, sondern als Erweiterung ihrer musikalischen Ausdrucksmittel. Uwe Oberg legt impressionistische Klangflächen zu ihren zarten Slaps und den gestrichenen Becken von SteDen Roth. Einfache Ideen kombiniert mit komplexem Zusammenspiel – es darf auch mal harmonisch werden. Schöne Melodien sind nicht tabu, werden aber mit Clustern auf dem Klavier kontrastiert und sensibel mit dem Besen auf dem Schlagzeug bis in intensivste Höhen gepuscht. Der Pianist sprüht nur so vor Ideen - harmonisch betörend und verstörend, der Schlagzeuger holt mit ausdfferenzierten filigrane Klanggebilden alles aus dem Set heraus und weitet den Raum mit Time und Druck.
Auf der Querflöte zeigt sich die klassische Ausbildung von Ulrike Schwarz in den klanglich reichen Möglichkeiten, die sie expressiv – auch in ihrem Flötensolo – als von eigener Neugier getriebene Exploration des Instruments nutzt. Besonders beeindruckt mich im vorletzten Stück die Kombination ihrer Stimme mit dem gleichzeitigen Saxofonspiel, die ich so nie zuvor von jemandem gehört habe.
Das Trio überzeugt mit musikalischer Interaktion - geprägt von gegenseitiger Neugier und spielerischer Freude an Überraschungen – und kammermusikalischem Zusammenspiel,
bei dem melodische Versatzstücke hin- und hergeworfen werden. Modale und atonale Phasen werden freimetrisch durch variierende Energieniveaus und Dichtegrade gestaltet - ruhige, beinah meditative Phasen wechseln mit Momenten roher Wildheit.
Ein echtes Begegnungsinteresse: das Trio eröDnet Räume, die dazu einladen, sich den eigenen Visionen und Träumen zu stellen – ihr Zusammenspiel ist vom ersten bis zum letzten Moment spannend!"
Christof Griese, Musiker / Vorstandsmitglied „Jazzkeller 69 e.V.“ Berlin
Foto: Thomas Maximilian Jauk
Ursprüngliche Veranstaltungsquelle
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