Variationen für Cimbalom und Klavier

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Variationen für Cimbalom und Klavier

Veranstaltet von: CHB - Collegium Hungaricum Berlin

Ort: Collegium Hungaricum, Dorotheenstraße 12, Berlin - Mitte

Konzerte

Über die Veranstaltung

Das Cimbalom ist ein typisches Instrument Mittelosteuropas. Es hat eine jahrtausendealte Geschichte: Sein Ursprung liegt in Persien und Arabien, und schon im 12. Jahrhundert gab es in Europa ähnliche Instrumente, genannt Psalterium oder Salterio. Das heutige Konzert-Cimbalom mit Pedalen wurde in den 1870er Jahren von dem böhmischen Instrumentenbauer Vencel József Schunda in Pest (heute Budapest) entwickelt. Er fügte das Dämpfungssystem, die Beine und Basssaiten hinzu. Zunächst erfreute sich das Koncert-Cimbalom im Gebiet der Österreichisch-Ungarischen Monarchie großer Beliebtheit, später in ganz Europa: Die größten Musiker und Komponisten der Epoche lobten seine Ausdruckskraft, Vielseitigkeit und elegante Erscheinung. Bis heute ist das Cimbalom in Klassik, Volksmusik, Weltmusik und Jazz präsent.

Ein solches Instrument live zu erleben, ist in Berlin eine Seltenheit – jetzt stehen aber gleich zwei auf der Bühne, ein historisches und ein modernes. Gespielt werden sie von zwei herausragenden Künstlerpersönlichkeiten, die unterschiedliche musikalische Traditionen vereinen: der Ungarin Enikő Ginzery und dem Rumänen Cătălin Răducanu. Gemeinsam gestalten sie einen Abend voller klanglicher Überraschungen, vom musikalischen Schatz des 17. Jahrhunderts über klassische und zeitgenössische Werke bis zu den Folkloreklängen des Karpatenbeckens und improvisiertem Jazz. Neben Cimbalom-Soli werden auch Cimbalom-Klavier-Duette sowie Klaviersoli zu hören sein.

Der Eintritt ist frei.
Das Konzert ist eine Kooperation von dem Collegium Hungaricum Berlin und dem Rumänischem Kulturinstitut Berlin.
Die Anzahl der Sitzplätze ist begrenzt. Die Vergabe erfolgt in der Reihenfolge des Erscheinens. Bitte seien Sie rechtzeitig da. Einlass ab 18:30 Uhr.

Die Künstlerin und der Künstler des Abends:

Enikő Ginzery, in Pressburg geborene Cimbalom-Virtuosin, hat mit ihrem innovativen Stil das Instrument zu einem vollwertigen Konzertinstrument erhoben. Sie studierte in Bratislava, Budapest und Saarbrücken. 2013 wurde ihr von der Universität Bratislava der Doktortitel für ihre musikwissenschaftliche Dissertation verliehen. 1997 gewann sie den Internationalen Cimbalom-Wettbewerb in Valašské Meziříčí. Sie trat bei zahlreichen renommierten Festivals in Europa und den USA auf und arbeitete als Solistin u. a. mit dem Konzerthausorchester Berlin, dem Orchester der Komischen Oper Berlin, dem Klangforum Wien oder den Helsinki Philharmonikern zusammen. Ihr Repertoire reicht vom Mittelalter bis zur zeitgenössischen Musik, viele Uraufführungen stammen aus ihrer Hand. Sie hat mehrere CDs aufgenommen und unterrichtet Cimbalomspiel an der Leo-Borchard- und an der Leo-Kestenberg-Musikschule in Berlin.

Cătălin Răducanu ist ein rumänischer Pianist und Cimbalomkünstler, der am Dinu-Lipatti-Kunstgymnasium und an der Nationalen Musikuniversität Bukarest sein Diplom erwarb, anschließend seinen Master und seine Promotion in klassischer Musik. Er ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe und trat in vielen europäischen Ländern auf. Seit 2023 tourt er mit „An Artist, A Piano, A Cimbalom“, einem Programm mit einzigartigen, improvisatorischen Darbietungen in Klassik, Jazz und Folk auf Klavier und Cimbalom. Seit 2022 ist er Mitglied des von Marin Cazacu geleiteten Ensembles Violoncellissimo. Er arbeitete mit der Sopranistin Leontina Văduva sowie mit Schauspielern und in multimedialen Projekten. Derzeit lehrt er Improvisation und ist auch Korrepetitor.

Ursprüngliche Veranstaltungsquelle

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